Die Stadtwerke Bonn (SWB) betreiben in Bonn die Niederflur-Straßenbahn und die Hochflur-Stadtbahn, die als U-Bahn gekennzeichnet wird. Das Unternehmen hat einen eigenen Internet-Auftritt unter www.swb.bonn.de. Fahrplaninformationen, insbesondere Mini-Linienfahrpläne oder die Fahrplanbücher in elektronischer Form, werden vom Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) unter www.vrsinfo.de angeboten.
Altbau-Triebwagen 'Bönnsche Bimmel' bei einem Mieteinsatz. Um vom Betriebshof Dransdorf nach Dottendorf zu kommen, muß der Wagen am Hauptbahnhof (tief) Richtung Siegburg umsetzen, um hier am Bertha-von-Suttner-Platz erneut umzusetzen.
Die 'Elektrischen Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises', früher zuständig für die Überlandbahnen Richtung Siegburg und Bad Honnef, fungier(t)en als Eigentümer von Fahrzeugen, sind für die Betriebsabwicklung nicht von Bedeutung.
Grundsätzlich sind es 3 Linien, die den Raum Bonn betreffen.
Die frühere Rheinuferbahn der Köln-Bonner-Eisenbahn (KBE) von Wessling kommend ist verknüpft mit der ehemaligen Bonn-Godesberg-Mehlemer Straßenbahn (BGM), wird in der Bonner Innenstadt und in Bad Godesberg unterirdisch geführt und wird als (Kölner) Linie 16 betrieben. Kurzläufer zur Verstärkung zwischen Bonn-Bad Godesberg und Bonn-Tannenbusch werden als Linie 63 geführt.
Die frühere Vorgebirgsbahn der KBE wird, von Brühl kommend, bis zum Bonner Hauptbahnhof als (Kölner) Linie 18 geführt. Kurzläufer zwischen Bornheim und Bonn werden als Linie 68 bezeichnet.
Die lindgrüne Lackierung, altes Design der Stadtwerke Bonn, ist nur noch an wenigen Fahrzeugen zu sehen, hier einem älteren Zug aus Stadtbahnwagen B auf der Linie 18 am Bahnhof Bonn-West.
Die alten Überland-Straßenbahnlinien H und S wurden miteinander kombiniert, durch die Innenstadt und über Rheinaue durchgebunden und als Linie 66 geführt. Verstärkungswagen-Verbindungen in der morgentlichen Hauptverkehrszeit von Siegburg nach Bad Godesberg tragen das Linienkennzeichen 67.
Zwei Linien, 61 und 62, in Y-Form mit einer gemeinsamen Endstelle und teilweise auch umlauftechnischer Verknüpfung bilden das Straßenbahnnetz. Für die Eckverbindung der beiden Außenäste gibt es zudem die Liniennummer 65.
Auf den Stadtbahnlinien fahren die DÜWAG-Stadtbahnwagen vom Typ B sowie deren Nachfolger, die von Bombardier gefertigten K 5000.
Komplett auf Niederflur wurde 1994 der Fahrzeugpark der Straßenbahn umgestellt. 24 Triebwagen des Typs DÜWAG NGT6 reichen für den Betrieb der Linien aus.
Ganzreklamen sind die Regel bei den Straßenbahnen. Wagen 9451 an der Haltestelle Hauptbahnhof auf der Linie 61 in Richtung Auerberg.
Die Bonner Stadtbahnfahrzeuge sind im Betriebshof Dransdorf stationiert und werden von dort aus eingesetzt. Dabei werden die Linien 16 und 18 gemeinsam mit den Kölner Verkehrsbetrieben gefahren, angesichts des geringen Streckenanteils auf Kölner Stadtgebiet mit nur geringem Anteil. Beide Linien verfügen über fahrplanmäßige Fahrten, die nicht das Bonner Gebiet berühren. Die Einsätze erfolgen auch auf diesen Kölner Kurzläufern.
Ganzreklame für die Telekom an den Stadtbahnwagen - zahlreiche Varianten für den früheren Linien-Sponsor - inzwischen Geschichte.
Eine Besonderheit bietet die Linie 66! Diese Linie wird von der Deutschen Telekom AG gesponsort und dementsprechend auch 'Telekom-Express' genannt. Die für diese Linie vorgesehenen Fahrzeuge sind außen in den Farben der corporate identity des Sponsor-Unternehmens gestaltet, also magenta, weiß und grau. Diese Fahrzeuge werden vordringlich auf dier Linie 66 eingesetzt.
Die moderneren K 5000 werden auf den Linien 63 und 16 eingesetzt.
Die Straßenbahnfahrzeuge werden vom Betriebshof Beuel aus eingesetzt.
Magenta als Hauptunternehmensfarbe des früheren Sponsors Deutsche Telekom AG dominierte auch das Äußere der B-Wagen auf der Linie 66.
Zum Fahrplanwechsel am 11.12.2011 gab es einige Änderungen. Im Stadtbahnbereich wurden die Betriebsprogramme der Linien 16 und 18 insgesamt neu geordnet, damit auch der abendliche Übergang auf die Linien 63 und 68. Die Nachmittags-Verstärkungsfahrten auf der Linie 68 fahren jetzt an allen Werktagen zu den gleichen Zeiten und nicht mehr freitags eine Stunde früher.
In einer .pdf-Datei sind allgemeine Erläuterungen und das Abkürzungsverzeichnis für die Umlaufpläne enthalten.
Die Pläne der Linie 65 sind in denen der Linie 61 und 62, die der Linie 67 in denen der Linien 63 und 66 enthalten.
In einer .zip-Datei sind alle vorhandenen Umlaufpläne und die Erläuterungs-Datei enthalten.
Im einzelnen:Schön für Straßenbahnfreunde, aber betrieblich heikel: die enge oberirdische Verkehrssituation am Bonner Hauptbahnhof mit zwei Straßenbahnlinien, jeweils im 10-Minuten-Takt, sowie die enge Unterführung unter der Eisenbahn sowie ein - nicht zeitgemäßes - Wendedreieck an der Quantiusstraße im 'Busgewusel' mitten auf der Straße(-nkreuzung).
Schon seit Bau der U-Bahn (also schon mehrere Jahrzehnte) soll dieser Brennpunkt entschärft werden. Ein Anschluß des südlichen Streckenastes nach Dottendorf über eine Rampe und eine kurze Tunnelstrecke an die U-Haltestelle Hauptbahnhof war ebenso immer wieder in der Diskussion wie die Führung einer der beiden Linien über eine Neubaustrecke zum Hardtberg, ebenfalls an den U-Tunnel angeschlossen.
Ob diese Pläne jemals umgesetzt werden, steht in den Sternen ...
Modernität bei Fahrzeugen und Haltestellen: Eine Doppeltraktion aus Bombardier K 5000, Nachfolger des DÜWAG-Stadtbahnwagens Typ B, in neuer Lackierung an der modern mit Halle gestalteten Haltestelle 'Platz der Vereinten Nationen'.