Bremer Straßenbahn

Unternehmen

Die Bremer Straßenbahn wird von der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) betrieben. Das Unternehmen hat eine eigene Web-Seite unter www.bsag.de. Dort sind jetzt auch auch Fahrplaninformationen in Form von Fahrplanbuchseiten erhältlich. Der Verkehr ist in den Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen eingebunden (VBN), der ebenfalls über eine eigene Web-Seite namens www.vbn.de verfügt.

Das Liniennetz

Das Liniennetz besteht aus 8 Linien, die zu allen Verkehrszeiten betrieben werden. Diese Linien lassen sich in zwei Teilnetze aufteilen. Das West-Ost-Liniennetz besteht aus den Linien 2, 3 und 10. Sie fahren parallel zur Weser auf dem rechten Weserufer zwischen Gröpelingen im Nordwesten und Sebaldsbrück bzw. Weserwehr im Osten der Stadt. Das Nord-Süd-Liniennetz besteht aus den übrigen fünf Linien 1, 4, 5, 6 und 8, die über eine der zwei befahrenen Brücken beide Weseruferseiten der Stadt bedienen. Der Ehrlichkeit halber muß allerdings festgestellt werden, daß die Linien 2 und 10 weitestgehend auf gleicher Strecke verkehren, nur in der Innenstadt bedienen sie verschiedene Verkehrsschwerpunkte: die 2 fährt über Domsheide, die 10 über Hauptbahnhof. Ebenso ist die Linie 5 eine verkürzte Linie 4, die im Nordosten nicht bis Borgfeld, sondern nur bis Horn-Lehe fährt.

GT4-Triebwagen 3528 mit Beiwagen an der Domsheide

GT4-Triebwagen 3528 mit Beiwagen an der Domsheide

Die verkehrlichen Schwerpunkte bilden zur Zeit die Linie 2 (zusammen mit der Linie 10) sowie die Linie 4 mit der in ihren Fahrplan integrierten Linie 5 sowie die Linie 6.

Zu all diesen Linien treten 3 Schnellinien, 1S, 3S und 4S, die in der morgentlichen Hauptverkehrszeit (Linien 3S und 4S auch am Nachmittag) jeweils im 20 Minuten-Takt kurz vor einem Planzug der jeweiligen Grundlinie 1, 3 oder 4 abfahren, einige Haltestellen ohne Halt durchfahren und kurz nach dem vorausfahrenden Planzug der Grundlinie die Innenstadt erreichen. Auf diesem Weg kommen Fahrgäste aus Osterholz, Borgfeld und mit Busanschluß in Gröpelingen aus dem Bremer Norden einige Minuten schneller in die Innenstadt.

Abgerundet wird das Netz durch drei Nachtlinien N1, N4 und N10, die aber grundsätzlich ihren Grundlinien 1, 4 und 10 folgen.

Ein Streckenausbau ist begonnen, weitere Strecken sind in der Vorbereitung und in der Planung.

Die Linien-Fahrzeuge

Die Zeiten, zu denen der Fahrgast mit einiger Sicherheit am Fahrzeugtyp seine Linie ausmachen konnte, sind längst vorbei. Unterschiedliche Fahrzeuggrößen spielen beim Fahrzeugeinsatz keine Rolle mehr. Auch das mögliche Abhängen von Beiwagen findet nicht mehr statt.

Einen Großteil der Verkehrslast tragen die in den Jahren 1993 bis 1996 angelieferten vierteiligen und achtachsigen Niederflurtriebwagen GT8N mit den Nummern 3001 ... 3078. Diese Fahrzeuge werden von allen Betriebshöfen auf den Linien 1S, 2, 3, 3S, 4, 4S, 5, 8 und 10 eingesetzt und kommen aushilfsweise, aber sehr selten auch auf den Linien 1 und 6 zum Einsatz.

Triebwagen 3013 in der Obernstraße

GT8N-Triebwagen 3013 in der Obernstraße

Dazu treten neuerdings die seit 2005 angelieferten dreiteiligen, ebenfalls achtachsigen Niederflurtriebwagen GT8N-1 ab Nummer 3101, die mit 2,65m Breite deutlich wuchtiger und geräumiger sind. Sie sind traktionsfähig, werden aber zur Zeit nur in Einfachtraktion eingesetzt.

Wegen des zu geringen Gleismittenabstandes können diese Fahrzeuge derzeit noch nicht auf den Linienästen vom Haferkamp nach Gröpelingen und von der Bennigsenstraße nach Sebaldsbrück (Linien 2 und 10) eingesetzt werden.

Die Fahrzeuge werden von den Betriebshöfen Neustadt und Neue Vahr aus eingesetzt und wickeln planmäßig den Verkehr auf den Linien 1, 1S und 6 ab. Seit Herbst 2013 kommen sie fallweise mit ein bis zwei Kursen auch auf den Linien 4 und 8 zum Einsatz. Der Betriebshof Gröpelingen setzte zuletzt bis zu fünf GT8N-1 auf der Linie 3 ein; dieser Einsatz ist aber wohl beendet, jedenfalls konnte im Beobachtungszeitraum im Februar 2014 kein Fahrzeug dieses Typs mehr auf der Linie 3 beobachtet werden. Wäherend der Umbauphase in der Hartwigstraße ist die Linie 8 auf den Abschnitt Huchting - Bürgerpark gekürzt und wird seit dem auch teilweise mit GT8N-1 betrieben.

Tw 3103 am Hauptbahnhof

Triebwagen 3103 am Bremer Hauptbahnhof

Für den Straßenbahnfreund sehenswert machte die Bremer Straßenbahn vor allem der Einsatz der letzten verbliebenen Hochflur-Züge, bestehend aus Trieb- und Beiwagen, die in den Jahren 1973 bis 1977 in mehreren Bauserien geliefert wurden. Die Fahrzeuge tragen die Nummern 3501... (Triebwagen) bzw. 3701... (Beiwagen). Von den damals 61 Triebwagen und 58 Beiwagen sind nur noch Restbestände vorhanden. Das planmäßige Linieneinsatzende war der Beginn des Winterfahrplanabschnitt 2011/2012, allerdings waren die Züge vereinzelt noch im Sonderverkehr, etwa zu den Bundesliga-Spielen von Werder Bremen, zu finden. Auch der Partywagen entstammt dieser Bauart. Leider ist der Einsatz mittlerweile beendet.

Der Fahrzeug-Einsatz

Die Straßenbahnen werden von den drei vorhandenen Straßenbahn-Betriebshöfen Neustadt, Gröpelingen und Neue Vahr eingesetzt. Der Betriebshof Gröpelingen setzt ferner von der Abstellanlage im ehemaligen Betriebshof Sebaldsbrück Fahrzeuge ein, die in einem zwei- bis dreitägigen Turnus den eigenen Betriebshof erreichen.

Abgesehen von diesem Vorgehen kehren die meisten Fahrzeuge täglich zu ihrem Betriebshof wieder zurück, auf den Linien 1, 4 und 6 fahren einzelne Kurse der Betriebshöfe Neustadt und Neue Vahr aber auch den jeweils anderen an.

Der Betriebshof Neustadt bestückt die Linien 1, 4, 5, 6 und 8, der Betriebshof Neue Vahr die Linien 1, 4, 5, 6 (vereinzelt). Der Betriebshof Gröpelingen bestückt die Linien 2, 3 und 10. Die von der Abstellanlage Sebaldsbrück gestellten Kurse werden fahrzeugseitig vom Betriebshof Gröpelingen, personalseitig vom Betriebshof Neue Vahr (Außenstelle) gefahren.

GT4-Triebwagen 3530 mit Beiwagen in der Obernstraße

GT4-Triebwagen 3530 mit Beiwagen in der Obernstraße

Umlaufverknüpfungen ergeben sich bei den Linien 2 und 10 an allen Tagen sowie werktags bei den Linien 4, 4S und 5. Ferner sind die Linien 3S und 10E miteinander verknüpft. Die Nachtlinien sind im Umlauf mit ihren Grundlinien verknüpft.

Die Umlaufpläne

Einige allgemeine Anmerkungen sowie ein neues Abkürzungsverzeichnis für die Umlaufpläne finden Sie als .pdf-Datei zum Download bereitgestellt.

Fahrpläne und daher Betriebsprogramme gibt es grundsätzlich für werktags montags bis freitags, für werktags sonnabends und für sonn- und feiertags. Aufgrund des Nachtverkehrs gibt es Besonderheiten an Freitagen bei den Linien 1, 4 und 10. Freitags nachmittags gibt es einen besonderen Fahrplan für die Linie 6 während des Semesters sowie für alle Tage in den Semesterferien der Universität.

Triebwagen 3102 kurz vor Einfahrt in den Gustav-Deetjen-Tunnel

Triebwagen 3102 kurz vor Einfahrt in den Gustav-Deetjen-Tunnel am Hauptbahnhof

Die Fahrplanperiode beginnt immer im April des Jahres und ist unterteilt in 3 Unterabschnitte: Sommer, Sommerferien und Winter. Gegenüber dem Grundfahrplan im Sommer werden Verkehrseinschränkungen in den Sommerferien eingeplant, im Winterabschnitt werden zusätzliche Kurse zur Verstärkung von Linienabschnitten in den Fahrplan fest aufgenommen. Ferner gibt es Fahrplanunterschiede zwischen Zeiten mit Semesterbetrieb und den Semesterferien an der Universität. Da die Schulferien und Semesterferien sich zeitlich nicht decken, gibt es interessante Zwischenstadien. Natürlich gibt es Sonderbetriebsprogramme für Freimarkt (das große Bremer Jahrmarktsfest in den letzten beiden Oktoberwochen), Adventswochenenden, Heiligabend und Silvester sowie nach Bedarf.

Die Umlaufpläne 2013/2014:

Sommerabschnitt

Wesentliche Änderung gegenüber der Vorperiode ist die weitere Verlängerung von der provisorischen Wendeschleife Nußhorn bis zum Bahnhof Mahndorf.

Wie im Sommer üblich entfielen wieder der morgendliche Universitäts-E-Wagen von Arsten und bis auf eine Mittagsfahrt die Verstärker der Linien 2/10/3 am Werktags-Nachmittag.Nach wie vor fährt die Linie 8 verkürzt wegen der Bauarbeiten in der Hartwigstraße zwischen Huchting und der Schleife durch die Obernstraße.

In einer .zip-Datei sind alle vorhandenen Sommer-Umlaufpläne und die Erläuterungs-Datei enthalten.

Im einzelnen:

Sommerferien

Das Großereignis dieses Jahres, die Verlängerung der Linie 4 von Borgfeld nach Falkenberg, wird vorbereitet. Zwischen Kirchbachstraße und Marcusallee (scharfe Kurve bei der Haltestelle Bürgermeister-Spitta-Allee) wurden dafür während der Schulsommerferien auf der bestehenden Strecke nach Borgfeld die Gleise erneuert und der Gleismittenabstand vergrößert, damit die neuen Fahrzeuge vom Typ GT8N-1 künftig auch nach Falkenberg fahren können (schließlich wurden zwei der Fahrzeuge mit Zuschüssen der Gemeinde Liliental beschafft).

Die Linie 4 wurde dafür verkürzt zwischen Arsten und Bürgerpark gefahren, der Rest der Strecke wurde (ab Domsheide) im Schienenersatzverkehr bedient. Die Kurse der Linie 4 kamen alle vom Betriebshof Neustadt, dafür wurde die Linie 1 komplett (bis auf den Nachtverkehr) vom Betriebshof Neue Vahr gefahren. Kursnummernänderungen gab es dementsprechend auch auf den Linien 6 und 8 an allen Wochentagen.

Der verminderten Nachfrage entsprechend wurden die Werktagspläne gekürzt: generell fuhren die Linien 1 bis 6 und 10 im 10-Minuten-Takt, die Linie 8 weiterhin in der Hauptverkehrszeit im 10-Minuten-Takt, ansonsten alle 20 Minuten, es entfielen die Verstärkungskurse der Linien 3S bzw. 10, ein Schüler-E-Wagen auf der Linie 1E und 10 sowie weitere morgentliche und mittägliche Verstärker auf den Linien 2 und 10.

Einen Sonderfall war die Linie 6. Da die Semesterferien erst deutlich nach den Schulferien begannen, blieb es bei der Linie 6 in der Zeit des Uni-Betriebes beim 5-Minuten-Takt in der Hauptverkehrszeit. Die Planstruktur entsprach dem Sommerfahrplan, die Kursnummern wurden allerdings an die Baupläne angepaßt. Mit Beginn der Semesterferien wurde der 10-Minuten-Takt eingeführt, die überzähligen Kursnummern entfielen ohne Änderungen bei den übrigen Linien.

In einer .zip-Datei sind alle vorhandenen Sommer-Umlaufpläne und die Erläuterungs-Datei enthalten.

Im einzelnen:

Winterabschnitt

In einer .zip-Datei sind alle vorhandenen Winter-Umlaufpläne und die Erläuterungs-Datei enthalten.

Zum Winterabschnitt gab es wieder die regelmäßigen Verstärkungen. Allerdings wurden nachmittags die Verstärkungen der Linien 2/3/10 im 20-Minuten-Takt verändert: Ohne Personal- und Fahrzeugmehraufwand wird die Linie 10 zwischen Haferkamp und Hauptbahnhof im 10-Minuten-Abstand zur Beförderung der zahlreichen Schüler verstärkt. Dabei wenden die Züge einerseits am Bürgerpark, an der anderen Seite wird eine Schleife Daniel-von-Büren-Straße - Lloydstraße - Haferkamp befahren. Die bisherigen E-Wagen der Linie 3 fahren als Line 3S mit Halt an der Haltestelle Use Ackschen zwecks Bedienung des Einkaufszentrums Waterfront.

Der Bauplan der Linie 8 endete, die Linie fährt wieder bis zur Kulenkampffallee. Allerdings wurde der 20-Minuten-Takt werktags zwischen den Hauptverkehrszeiten beibehalten.

Im einzelnen:

Mit dem Winterabschnitt wurde der Fahrzeugeinsatz geringfügig modifiziert: auf den Linien 4 und 8 kommen nunmehr ebenfalls vereinzelt GT8N-1 auf ein bis zwei Kursen zum Einsatz. Offenbar endete hingegen der Einsatz dieser Fahrzeuge auf der Linie 3, jedenfalls konnten Mitte Februar 2014 dort keine solchen Triebwagen angetroffen werden.

Linie 4 - Eröffnung Liliental

Wohl nicht mehr im Laufe des Winterfahrplans, sondern erst gegen Ende Juni 2014, wird die Linie 4 bis Liliental-Falkenberg verlängert und gleichzeitig das Bedienkonzept der Linien 4/5 geändert. Die Linie 5 entfällt, alle Fahrten werden mindestens bis Borgfeld geführt. Die "schnelle 4" also die Linie 4S, verkehrt montags bis freitags nicht nur in Richtung Stadtmitte, sondern in beide Richtungen, und im 15-Minuten-Takt. Abends und am Wochenende soll Liliental alle 20 Minuten bedient werden.

Der Grund: Im Sommer mußte die Firma, die als Generalunternehmer die Bauarbeiten der Neubaustrecke verantwortete, Insolvenz anmelden, und die Bauarbeiten wurden abgebrochen. Die Neuausschreibung der Restarbeiten führt zu einer mehrmonatigen Verzögerung.




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