Nicht Tram, sondern Metro wird der urbane Schienenverkehr der sardischen Hauptstadt Cagliari genannt. Und dahinter verstecken sich einige Besonderheiten:
Betreiber der Linie ist die sardische Eisenbahn, die neben der staatlichen Eisenbahn ein umfangreiches Eisenbahnnetz in der Spurweite von 950 mm betreibt. Auch die Metro, die den stadtseitigen Teil einer ehemaigen Überlandeisenbahnstrecke befährt und dafür elektrifiziert wurde, hat diese Spurweite. Neue Haltepunkte wurden eingerichtet und bestehende verlegt.
SKODA-Triebwagen in der Endstelle Monserrato Gottardo
Der Betriebshof liegt unmittelbar hinter der Endhaltestelle in Monserrato; kurz vorher zweigt die Linie von der alten Eisenbahnlinie ab.
Eine eigene Internet-Seite mit Fahrplänen und weiteren Informationen über die Eisenbahn Sardiniens, aber auch über die Metros in Cagliari und Sassari, findet sich unter der Adresse www.ferroviesardegna.it.
Die Tram kann mit Fahrscheinen des städtischen Bussystems benutzt werden.
Zur Zeit gibt es nur diese eine Linie, die in Cagliari an der Piazza Repubblica beginnt und in der Nachbargemeinde Monserrato endet.
Es gibt zahlreiche weitere Ausbaupläne, deren Umsetzung aber wohl in den Sternen steht. Interessant ist u.a. der Plan, die am Innenstadtrand endende Linie bis zum Bahnhof der Staatsbahn zu verlängern; dazu müßte allerdings die Linie durch den Eingangsbereich des derzeitigen Endbahnhofs weitergeführt werden.
Das weiße Gebäude: Bahnhof der Metro in Cagliari, Piazza Repubblica
Für den Betrieb der Linie hat SKODA sieben fünfteilige Zweirichtungswagen geliefert, die in Einfachtraktion eingesetzt werden. An Schultagen sind maximal fünf Fahrzeuge gleichzeitig im Einsatz.
In einer .zip-Datei sind alle vorhandenen Umlaufpläne enthalten. Die einzelnen Pläne:
Ein Planzug kommt in Cagliari am Endbahnhof an.