Düsseldorfer Straßenbahn

Unternehmen

Düsseldorf hat ein umfangreiches Netz aus Straßenbahn und U-Stadtbahn. Eine weitere Innenstadt-Durchmesserlinie der U-Bahn ist derzeit im Bau und wird das Tramnetz wesentlich verändern.

N10

Ein N10-Triebwagen auf der Linie 707 am Hauptbahnhof in Richtung Universität.

Tram und U-Stadtbahn werden von der Rheinbahn, der Rheinischen Bahngesellschaft, betrieben. Unter www.rheinbahn.de hat das Unternehmen einen eigenen informativen Internet-Auftritt, der auch Fahrplaninformationen bietet.

Das Fahrtangebot ist in den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr VRR integriert. Der Verkehrsverbund hat ein eigenes Internet-Angebot unter www.vrr.de.

N8U

Die meisten N8U werden zur Zeit auf der Linie 715 eingesetzt. Von dort gehen sie abends auch auf die Linie 703 über. Hier ist ein Triebwagen kurz vor der Haltestelle Heinrich-Heine-Allee auf seinem Weg nach Eller.

Das Liniennetz

Tram

10 Hauptlinien sowie 3 weitere Verstärkerlinien bilden das Tram-Netz. Die Liniennummern zwischen 701 und 719 sind dem einheitlichen Nummernschema des VRR geschuldet. Bei seiner Gründung hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr alle Liniennummern im Verkehrsgebiet umgestellt, um im Verbundgebiet keine Doppelungen zu haben. Die Essener Tramlinie 1 bekam die Nummer 101, die Dortmunder Linie 1 die 401, die Düsseldorfer Linie 1 die 701 und die Duisburger Linie 1 die 901, Bochum 301 usw..

Zentrale Knotenpunkte des Straßenbahnnetzes sind der Hauptbahnhof und - noch - der Jan-Wellem-Platz.

N8

Einer der vielen Fahrzeugtypen auf der Linie 704: ein N8 an der Berliner Allee auf dem Weg in Richtung Hauptbahnhof und Derendorf Nord.

U-Stadtbahn

Augehend von der viergleisigen Stammstrecke Hauptbahnhof - Heinrich-Heine-Allee werden insgesamt 6 Stadtbahnlinien und eine HVZ-Schnellinie betrieben, die oberirdisch die verschiedenen Stadtteile bedienen. 3 Stadtbahnlinien werden über die Stadtgrenze hinaus betrieben und sind meist Nachfolger alter Überlandstraßenbahnen, die eine Linie führt nach Meerbusch und Krefeld, die andere Linie - gemeinsam betrieben mit der Duisburger Verkehrsgesellschaft - nach Duisburg. Schließlich verkehrt eine Linie über Handweiser nach Neuss.

N6

N6 finden sich überall im Netz, hier auf der Linie 713 bei der Einfahrt in die Schdowstraße Richtung Gerresheim Krankenhaus.

Wenn die zweite U-Bahnlinie in Betrieb geht, wird der U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee der zentrale Verknüpfungspunkt des Netzes sein.

Die Linien-Fahrzeuge

Tram

Die moderne Fahrzeuggeneration besteht aus "Silberpfeilen", drei Typen von neuen Niederflurfahrzeugen: achtachsige Fünfteiler in zwei Typen, davon eine für die U-Bahn gedacht (N8U) und auch in Doppeltraktion eingesetzt, und ein zehnachsiger Siebenteiler (N10, N8).

Eine weitere Serie sechsachsiger Dreiteiler (N6) aus den 90er Jahren wird ebenfalls teilweise in Doppeltraktion eingesetzt.

N6-Doppeltraktion

Zugverbände in Doppeltraktion sind im Trambereich derzeit auf die Linie 703 beschränkt. Hier verläßt gerade ein solcher Zug die Heinrich-Heine-Allee auf dem Weg nach Gerresheim.

Mehr als 20 Jahre früher als die eben beschriebenen N6 wurden die letzten Hochflur-Tram beschafft, GT8S von der DÜWAG, die schon im Hinblick auf die geplante Stadtbahn als Zweirichtungswagen ausgeführt wurden. Ein Teil der Serie wurde später für den Tunnelvorlaufbetrieb u.a. mit Klapptrittstufen und Wülsten umgebaut.

Immer noch unverzichtbar sind die in den 60er Jahren gebauten GT8, die alleine oder mit vierachsigem Beiwagen (B4 aus den Jahren 1960 bzw. 1961) eingesetzt werden.

Die GT8(+B4) und die GT8S stehen allerdings auf der Ausmusterungsliste.

U-Stadtbahn

Die modernsten Triebwagen für die U-Stadtbahn verkehren derzeit nur als Tram. Bis zur Inbetriebnahme der derzeit im Bau befindlichen Wehrhahn-Linie werden die modernen N8U-Niederflurtriebwagen von Siemens nur oberirdisch eingesetzt. Fahrzeuge dieser Bauart werden derzeit nachbeschafft.

GT8S

Ausnahmsweise auf der Linie 704 im Einsatz: ein GT8S am Hauptbahnhof in Richtung Südfriedhof.

Bereits lang gedient haben die DÜWAG-Stadtbahnwagen Typ B, wie sie auch in Köln, Bonn und bei anderen VRR-Stadtbahnen eingesetzt werden. Sie tragen die Hauptlast des U-Stadtbahnverkehrs. Vier dieser Fahrzeuge sind mit einem Bistro-Teil ausgestattet, anders als bei den Duisburger Fahrzeugen werden diese immer noch auf der Fahrt nach Krefeld bewirtschaftet.

Noch etwas älter und eigentlich ebenfalls schon auf der Ausmusterungsliste sind die GT8SU, die durch Umbau von Tram-Fahrzeugen für den Tunnelvorlaufbetrieb entstanden sind und ursprünglich ebenfalls von der DÜWAG produziert wurden.

Der Fahrzeug-Einsatz

Tram

Bunt wie der Fahrzeugpark ist auch der Fahrzeugeinsatz, er erfolgt von den Betriebshöfen Benrath, Heerdt, Lierenfeld und Steinberg, wobei die Fahrzeugwartung allerdings auf die letzten beiden Betriebshöfe beschränkt ist; die "Silberpfleile" werden offenbar nur in Lierenfeld gewartet. Die in Heerdt und Benrath benötigten Fahrzeuge werden durch planmäßigen Fahrzeugtausch auf den Linien 701 und 709 während des Linieneinsatzes gestellt. Die "Silberpfleile" für Steinberg werden offenbar durch Fahrzeugtausch zwischen den Betriebshöfen außerhalb des Linieneinsatzes gestellt.

GT8

Ebenfalls ausnahmsweise im Einsatz auf der 704: ein GT8. Für Verstärkerlinien und -kurse sind diese Fahrzeuge noch immer unentbehrlich. Außerdem werden sie mit passendem Beiwagen auf den Hauptlinien im Tagesverkehr dringend benötigt.

Fahrzeuge mit größerem Fassungsvermögen werden auf den Linien 701, 703, 704, 707 und 712 im Tagesverkehr werktags benötigt. Auf der 703 werden überwiegend N6-Doppeltraktionen eingesetzt, hin und wieder finden sich dort auch N8U-Doppeltraktionen oder ein N10. Die 701 ist im Tagesverkehr komplett auf N10 umgestellt, abends und am Wochenende finden sich auch N6 (teilweise durch Übergang von einer anderen Linie).

Die Linien 707 und 712 werden mit GT8+B4 und N10 betrieben, abends findet sich auch dort der eine oder andere N6. GT8+B4, N8, N6, aber auch manchmal ein GT8 solo oder ein GT8S finden sich auf der Linie 704.

Die schwächeren Linien 706, 708, 709, 713 und 715 werden grundsätzlich mit N8, N6 und N8U betrieben, N8U meist auf der Linie 715. N8 haben die Linie 709 fest im Griff, mit Ausnahme zweier Kurse mit N10, der eine vom Betriebshof Heerdt, der andere der Kurs für den Fahrzeugtausch; am Samstag kommt ein Kurs der 709 mit N10 von Benrath. Auf der 706 finden sich auch GT8S und morgens für eine Runde ein GT8+B4.

B-Doppeltraktion

Die Arbeitstiere im U-Stadtbahnbereich: B-Doppeltraktionen, hier im Einsatz am Belsenplatz. Im Hintergrund der alte Oberkasseler Bahnhof.

Die Verstärkerlinien 711, 716 und 719 sind Domäne der GT8S, aber bei geplanten Linienübergängen sind auch N10, N8 und N6 zu finden. GT8 solo kommen auch zum Einsatz, selbst auf der Linie 719, sofern der Kurs nicht die Endstelle Hubertushain anfährt.

U-Stadtbahn

Im U-Stadtbahnbereich ist der Fahrzeugeinsatz relativ übersichtlich geregelt: auf allen Linien außer der U75 fahren grundsätzlich B-Wagen in Doppeltraktion. Die Ausnahmen: Im Spätverkehr und am Sonntagmorgen werden auch Solo-Triebwagen eingesetzt, diese verirren sich auch auf die U75. Im morgentlichen Berufsverkehr und bei Veranstaltungen werden Planzüge und Einsatzwagen auf der U78 auch in Dreifachtraktion eingesetzt, E-Wagen dann entgegen der Lastrichtung als Sonderfahrt ohne Halt. Auch die Kurzläufer der U77 zwischen Seestern und Hauptbahnhof fahren teilweise als Einzelwagen. Am Wochenende sind auch B-Doppeltraktionen auf der U75 zu finden.

GT8SU-Doppeltraktionen werden grundsätzlich auf der U75 eingesetzt. Bei Fahrzeugmangel, etwa bei Messeeinsätzen, werden solche Fahrzeuge auch auf den Tageskursen der U74 bzw. U77 eingesetzt, die nicht auf andere Linien übergehen und/oder in den unterirdischen Abstellanlagen enden.

Die Stadtbahn-Fahrzeuge werden von den Betriebshöfen Heerdt und Lierenfeld sowie die B-Wagen auch von den unterirdischen Abstellanlagen Heinrich-Heine-Allee und Hauptbahnhof aus eingesetzt.

GT8SU-Doppeltraktion

Die ältesten U-Stadtbahnfahrzeuge sind immer noch unermüdlich im Einsatz auf der U 75, hier am Belsenplatz.

Die Umlaufpläne ab 24.09.2009

Auch wenn die Verkehrsverbünde wegen der DB-Beteiligung grundsätzlich im Dezember einen Fahrplanwechsel machen, ist Fahrplanwechsel bei der Rheinbahn offenbar regelmäßig im Juni. Kleinere und größere Änderungen gibt es allerdings auch zwischendurch.

Nach den Sommerferien mit eigenem Werktagsfahrplan wurde ab dem 16.08.2009 ein Sonderfahrplan wegen des Umbaus der Wendeschleife in Benrath notwendig. Tagsüber fuhren B-Doppeltraktionen der U74 und U77 alle 10 Minuten nach Benrath, die 701 war bis Holthausen zurückgenommen worden, im Spätverkehr und am Sonntag wurde die 701 mit GT8S betrieben bis Benrath geführt, die U74 endete in Holthausen. Dieser Zustand endete am 24.09.2009 mit der dauerhaften Verlängerung der U74 nach Benrath.

B-Bistro-Zug

Speisewagen in der Tram, auf der Überlandstrecke nach Krefeld der U76 werden montags bis freitags alls 40 Minuten Züge mit einem Bistro-Wagen eingesetzt. Für die benötigten 3 Züge sind 4 Bistro-Fahrzeuge vorhanden.

In einer .pdf-Datei sind allgemeine Erläuterungen und das Abkürzungsverzeichnis für die Umlaufpläne enthalten.

In einer .zip-Datei sind alle vorhandenen Umlaufpläne und die Erläuterungs-Datei enthalten.

Tram

U-Stadtbahn

Veränderungen zum 08.03.2010

Nicht wegen des U-Bahn-Baues, sondern wegen der Bebauung der Freifläche und der ehemaligen wichtigen Straßenbahn-Endstelle mit Schleife wurden am Jan-Wellem-Platz die Gleise provisorisch verlegt und gleichzeitig wurden erhebliche Veränderungen bei den dort passierenden Linien erforderlich:

Grundsätzlich enden keine planmäßigen Fahrten mehr am Jan-Wellem-Platz, Wendefahrten aus Richtung Süden durch die Linie 711 oder 715 werden bis zum Spichernplatz verlängert, Wendefahrten aus dem Osten der Linie 713 bis zur Benrather Straße, also Heinrich-Heine-Allee.

Die Fahrtbeziehung Heinrich-Heine-Allee - Sternstraße ist gar nicht mehr möglich, die Linie 706 fährt in Richtung Brehmplatz über Jacobistraße (dafür wurde dort extra ein Abzweig eingebaut) und die Linie 715 fährt in beiden Richtungen auf ihrer endgültigen (??? bei den Protesten !!) Linienführung über Steinstraße.

Außerdem scheint auf der Linie 707 ein zusätzlicher Zug eingesetzt zu werden, um die zahlreichen hohen Verspätungen besser ausgleichen zu können.

Die geänderten Umlaufpläne werden hoffentlich bald folgen können.




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