Die Freiburger Straßenbahn oder Stadtbahn wird von der VAG Freiburg bedient. Die Gesellschaft hat einen eigenen Internet-Auftritt unter www.vag-freiburg.de. Dort sind auch die Fahrpläne der vier Linien zu erhalten.
Die berühmte Ansicht: Stadttordurchfahrt der Stadtbahn
Die Stadtbahn Freiburgs fährt auf insgesamt 4 Linien (1, 2, 3 und 5), die alle mit einer eigenen Linienfarbe in der Fahrzeugbeschilderung, der Haltestellenbeschilderung und den Netzplänen gekennzeichnet ist.
Ein GT8Z setzt am Sonntagmorgen an der Haltestelle Eichstetter Straße um.
Die freie Fläche rechts hinter dem Triebwagen ist übrigens das Gelände des abgerissenen Betriebshofs Nord
Alle vier Linien treffen sich in der malerischen Innenstadt Freiburgs am Bertholdsbrunnen, wo im Spätverkehr regelmäßig Rundum-Anschlüsse hergestellt werden.
Das Schwergewicht des Verkehrs liegt auf der in Ost-West-Richtung durch die Stadt verkehrenden Linie 1.
Mit Ausnahme der beiden Endstellen der Linie 2 in Zähringen und Günterstal verfügen alle Endstellen über Wendeschleifen, dennoch wird das Regelfahrzeug der VAG das Zweirichtungsfahrzeug. Allerdings sind noch eine Reihe von Einrichtungfahrzeugen im Einsatz, größtenteils mit einem Niederflur-Mittelteil. Die reinen Hochflur-Einrichtungsfahrzeuge werden in der Regel nur noch in der Morgen- und Nachmittagsspitze auf den Spitzenzeitenkursen der Linien 1 und 3 eingesetzt.
Zwei Combinos der unterschiedlichen Bauserien begegnen sich - deutlich sind die unterschiedlichen Fahrzeugkopfformen zu erkennen
Im einzelnen:
Die modernsten Züge sind die nunmehr 18 gut 41 Meter langen siebenteiligen Combinos, die, mittlerweile wohl alle saniert, in der Regel nur auf der Linie 1 und in wenigen Exemplaren auf der Linie 3 eingesetzt werden. Die Fahrzeuge sind in 2 Typen 1999/2000 ("Basic") und ab 2004 ("Advance") hergestellt worden.
Die aus den Jahren 1993 und 1994 stammenden GT8Z, beschafft wurden 26 Stück, tragen die Hauptlast des Verkehrs auf den übrigen Linien.
Ein GT8N wendet in Haid
11 Einrichtungs-Triebwagen mit Niederflurmittelteil, GT8N, aus den Jahren 1990/1991 ergänzen den Fahrzeugpark der Linien 1, 3 und im Ausnahmefall 5 (die Linie 2 wird wegen der Stumpfendstellen nur mit GT8Z gefahren, ebenso die Kurse, die auf die Linie 2 übergehen).
Bei dem Einsatz der Einrichtungsfahrzeuge ergeben sich Rückwärtsfahrten zum Ein- und Ausrücken zwischen Betriebshof und Am Lindenwäldle (Linie 5) und Betriebshof und Runzmattenweg (!; Linie 1) - siehe unten.
Die VAG setzt schließlich nach eigenem Bekunden noch 5 reine Hochflur-Einrichtungsfahrzeuge des Typs GT8K ein. Diese findet man während der Schulzeit auf den Spitzenzeit-Kursen der Linien 1 und 3.
Alle Fahrzeuge werden vom Betriebshof West, dem VAG-Zentrum aus, eingesetzt.
GT8K sind noch in der Morgenspitze im Einsatz
Linienübergänge sind regelmäßig auf den Linien 2 und 5 zu sehen: im Spätverkehr verkehrt jeder zweite Kurs der Linie 5, vom Rieselfeld aus kommend, ab Bertholdsbrunnen als Linie 2 nach Zähringen und umgekehrt.
Um auf kürzestem Weg aus- und einrücken zu können, müssen Fahrzeuge auf dem Weg umgesetzt werden, da ein direktes Abbiegen mangels Gleisverbindung im Dreieck nicht möglich ist. Dieses gilt für die Linie 1 in Richtung Landwasser am Runzmattenweg, für die Linie 3 nach Vauban an der Heinrich-von-Stephan-Straße und für die Linie 5 zum Rieselfeld an der Haltestelle Am Lindenwäldle. Das alles ist für Zweirichtungswagen kein Problem, gibt es doch an allen Punkten Gleiswechsel.
GT8Z in der Fußgängerzone
Was ist aber mit den Einrichtungswagen?
Da gibt es nur 2 Möglichkeiten: entweder man verzichtet auf den Einsatz (so bei der Linie 3 beim Aus- oder Einrücken in bzw. aus Richtung Vauban) oder es müssen Teile der Fahrt rückwärts abgewickelt werden. Genau dieses geschieht!
Ein Einrücker der Linie 5 vom Rieselfeld kommt ganz normal zur Haltestelle Am Lindenwäldle, setzt dort über den Gleiswechsel um und fährt auf dem richtigen Richtungsgleis, aber mit dem Heck voran und vom Hilfsfahrerstand aus gesteuert zum Betriebshof.
Das Ausrücken funktioniert gleichermaßen: mit dem Heck voran gehts vom VAG-Zentrum zum Lindenwäldle, dort wird umgesetzt und nunmehr ganz normal vorwärts zum Rieselfeld gefahren.
Combino beim Umsetzen am Runzmattenweg
Noch länger ist die Rückwärtsfahrt auf der Linie 1. Ausrücker in Richtung Landwasser fahren mit dem Heck voran bis zum Runzmattenweg, setzen dort auf dem Gleiswechsel wieder um, um nunmehr wieder vorwärts die Fahrt fortzusetzen. Eine Rückfahrt auf dem gleichen Wege ist planmäßig nicht vorgesehen.
Die Fahrpläne sind grundsätzlich Jahresfahrpläne mit Fahrplanwechsel im Dezember. Abgesehen von zusätzlichen Fahrten im Schulverkehr, die auch im Einzelfall zu geringfügigen zeitlichen Verschiebungen regulärer Fahrten führen können, gibt es besondere Saisonfahrpläne nur für die Linie 1: im Winter wird in der Nachmittagsspitze der Takt verdichtet, dieses entfällt im Sommer.
Viel Grün an der Strecke - Rasengleis an vielen Stellen, wie hier in Vauban
In einer .pdf-Datei sind allgemeine Erläuterungen und das Abkürzungsverzeichnis für die Umlaufpläne enthalten.
In einer .zip-Datei sind alle vorhandenen Umlaufpläne und die Erläuterungs-Datei enthalten.
Seit dem Fahrplanwechsel am 14.11.2010 gilt der Fahrplan 2010/2011. Zum gleichen Zeitpunkt endete die baustellenbedingte Einstellung der Stadtbahnlinie 2 auf dem Nordabschnitt zwischen Siegesdenkmal und Zähringen. Die Linie 5 endet wieder an der Hornusstraße.
Nicht wieder eingeführt werden die Kurzwenden der Linie 5 im Spätverkehr an der Eichstetter Straße. Dafür gibt es jetzt eine Kurzfahrt von Zähringen zur Okenstraße: Ein Zug der Linie 5 geht im Übergang zum 30-Minuten-Verkehr am späten Abend am Bertholdsbrunnen von der Linie 5 auf die Linie 2 nach Zähringen über, wendet dort und fährt zur Okenstraße, um dort abermals umzusetzen und Richtung Endschleife Hornusstraße zu fahren und dort wieder auf die Linie 5 überzugehen.
Die Einrichtungs-Hochflurfahrzeuge verkehren jetzt auf den Morgen-HVZ-Kursen der Linie 3 sowie auf einzelnen HVZ-Kursen der Linie 1.
Die Einrichtungswagen warten im Betriebshof auf ihren nächsten Einsatz