Okayama liegt im Süden Japans auf der Hauptinsel Honshu und hat rund 700.000 Einwohner. Die Stadt ist Verwaltungssitz und Universitätsstadt.
Zwei Modernisierungsgrade der Vierachser hintereinander: Triebwagen 7302 und 8501 sind gerade am Hauptbahnhof angekommen.
Die Tram in Okayama wird vom "Okayama Electric Tramway Co. Ltd"(englische Übersetzung) betrieben. Der Internet-Auftritt des Verkehrsbetriebs ist leider nur auf japanisch, aber mit ein bischen Klicken sind auch Netzkarten und Fahrpläne zu finden. Die Adresse: www.okayama-kido.co.jp.
Okayamas Tram-Netz ist eines der kleinsten Netze Japans. Die Streckenlänge beträgt nur gute 4,7km.
Auf diesem Netz verkehren zwei Linien, 1 und 2, die zwischen Hauptbahnhof und Yanagawa gemeinsam verkehren. Die Linienlänge beträgt für die Linie 1 ganze 3,0km und für die Linie 2 nur 2,1km.
Das Netz ist auch als .pdf-Datei zu erhalten.
Die Spurweite beträgt 1067mm (Kapspur).
Der einzige Niederflur-Triebwagen, 9200, ein Adtranz-GT4, wartet auf die Abfahrtzeit als Linie 2 am Hauptbahnhof.
Verachsige Hochflurfahrzeuge in zwei unterschiedlichen Modernisierungsgraden dominieren, wie fast überall in Japan, den Tramverkehr.
2002 wurde von Adtranz ein einzelnes Niederflurfahrzeug, ähnlich denen in Kumamoto, geliefert und damit, wenn auch in bescheidener Weise, das Niederflurzeitalter in dieser Stadt eingeläutet.
Die Fahrzeuge werden freizügig eingesetzt. Beide Linien sind teilweise am Hauptbahnhof im Umlauf miteinander verbunden.
Das älteste beobachtete Fahrzeug im Einsatz: Wagen 7001 am Hauptbahnhof.
Betriebsprogramme bestehen für montags bis freitags und für samstags und sonntags. Der Betrieb wird gegen 06:00 Uhr beim Betriebshof aufgenommen und endet kurz nach 22:00 Uhr an den Endstellen.
Die Linie 2 fährt tagsüber alle 8 bis 9 Minuten, abends alle 12 bis 15 Minuten. Die Linie 1 färht häufiger, in der Spitzenstunde morgens alle 3 bis 5 Minuten, tagsüber alle 5 und abends alle 10 Minuten.
Die Fahrzeit beträgt für die Linie 1 von Endstelle zu Endstelle 17 Minuten, die Linie 2 benötigt 12 Minuten.
Wagen 7101 wartet an der Endstelle Higashiyama auf seine Abfahrtzeit, der folgende Triebwagen wendet auf der Straße in der Einfahrt zum Betriebshof.
Der Betriebshof, beidseitig der Straße gelegen, hat einen kleinen Hallenteil südlich der Straße und einen Freiluftbereich mit Arbeitsbühne und Abstellgleisen nördlich der Straße. Dort sind mir insgesamt drei ältere Fahrzeuge mit 3000er Nummer begegnet.
Südseite des Betriebshofs: Im Einfahrtgleis für den Betriebshof stehen drei Fahrzeuge abgestellt, im Bild vorne Wagen 7002. Links daneben auf einem Hallengleis, dessen Anschluß nicht nachvollzogen werden konnte, der Altbauwagen 3010.
Nordseite des Betriebshofs: Auf einem der beiden Abstellgleise sind zwei weitere Altbaufahrzeuge zu finden, darunter - sehr elegant - der schwarze Wagen mit der Nummer 3007.